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Mitglieder des Deutschen Oldtimer Clubs im Portrait

Martin Mangold – Liebe zum Design und zu alten Fahrzeugen

Dass die Mitglieder des Deutschen Oldtimer Clubs ein ganz besonderes Interesse an klassischen Fahrzeugen haben und sich an dem Design vergangener Jahre erfreuen, liegt in der Natur der Sache. Besonders ausgeprägt zeigt sich die Liebe zum Fahrzeugdesign aber bei Martin Mangold. Der Fahrzeug- und Produktdesigner aus Neckargemünd bei Heidelberg ist seit 2016 Mitglied im Deutschen Oldtimer Club. Er gewährt uns einen Einblick in seinen Fuhrpark und in seine berufliche Karriere, die eng mit dem Design von echten Fahrzeugklassikern verbunden ist.

Zur Person:

Martin Mangold, Jahrgang 1971

Diplom-Designer mit Schwerpunkt auf Produkt- und Fahrzeugdesign

Geschäftsführer der CarZins GmbH

Zu seinem Fuhrpark zählen ein Rolls Royce Silver Shadow I, ein Goggomobil TS300 und ein BMW R50 Gespann. Martin Mangold hat bereits viele Fahrzeuge eigenständig restauriert. Einige Fahrzeuge stellte er sogar zur Vermietung zur Verfügung. Hier sehen Sie einige seiner Schätze.

Beruflich begleitete Martin Mangold einige Hersteller bei der Designentwicklung. Er berichtet uns aus seiner Karriere bei BMW und Jaguar.

Die Entstehung der ersten „bösen“ BMW

Im Juni 1998 startete Martin Mangold seine Karriere als frischgebackener Designer von der Universität der Künste in Berlin bei der BMW-Group in München im Designbereich Colour & Trim. Durch interne Umstrukturierungen wurde er schon nach wenigen Monaten vom Bereich Auto zum Motorrad – Design verschoben. Eine seiner ersten Aufgaben war hier, unterschiedliche Farbvarianten für ein Modell mit schwarzem Antriebsstrang zu erarbeiten. Normalerweise haben BMW Motorräder einen silbernen Motor und Antrieb. Zu dieser Zeit wurde aber auch eine schwarze Version geplant, also Motor, Kardan und möglichst noch Räder.

Da Martin Mangold im Studium schon viel mit Adobe Photoshop gearbeitet hatte, erstellte er statt der zu dieser Zeit noch sehr viel mehr verbreiteten aufwendigen Designzeichnungen, sogenannten Renderings, mit speziellen Zeichenstiften auf Photoshop erst einmal schnelle Farbvarianten. Er befand eine schwarz-gelbe Lackierung als die Stimmigste. Durch Zufall kam der damalige BMW Group Designchef just an seinem Schreibtisch vorbei, als er die Ausdrucke nebeneinander gelegt hatte und meinte: „Martin, die sieht richtig gut aus“. Das bestärkte ihn natürlich enorm in seiner Wahl und er fuhr zum Lackhersteller, um ein möglichst leuchtendes Gelb auszusuchen. Nach einigen Tagen war die Farbe dann auf den Punkt gebracht. Er bekam zwei Liter Lack in die Hand und vom BMW Fahrzeugmanagement die Erlaubnis, eines der Prototypen der noch nicht veröffentlichten R 1150 R zu lackieren. Seine damalige Vorgesetzte sah das Ergebnis und gab ihm den weiteren Auftrag, die von ihr gerade erarbeitete erste, matte anthrazit-blaugraue Farbe mit zu verwenden. So bekam die erste nicht nur in ihren Fahreigenschaften „böse“ BMW auch noch matt abgesetzte Details, die zur damaligen Zeit vollkommen unüblich waren. Ein aus der Bahnbeschriftung entlehnter Stencil-Zeichensatz in Rot war die Sahnehaube.

Niemand hätte geglaubt, dass der Vorstand diesen gewagten Schritt mitgehen würde. Doch im Mai 2000 wurde das Sondermodell R 1150 R der Öffentlichkeit vorgestellt und in limitierter Stückzahl produziert. Es folgten danach weitere, aggressivere Versionen mit Doppelscheinwerfern und heute ist das sogenannte Streetfightersegment ein fester Bestandteil der Modellpalette.                        

Neue Wege bei der Interiorstudie für den Jaguar S-Type

Im Juni 2000 begann Martin Mangold als Leiter Design bei einem Automobilzulieferer. Der Inhaber des Privatunternehmens war mit einem Vorstandsmitglied der Ford Motor Company recht gut bekannt. Da Ford in diesem Jahr Jaguar gekauft und den neuen S-Type auf den Markt gebracht hatte, welcher im Innenraum viele Übernahmeteile von Ford aufwies, bekam Martin Mangold mit seinem Team die Aufgabe, ein bereitgestelltes Originalfahrzeug mit neuen Oberflächen zu erarbeiten. Er kannte die Details eines gelungenen Interiors von der BMW Group und ging mit seinen Leuten neue Wege.

Mit dem zur Verfügung gestellten Budget realisierten sie einen von den Oberflächen bis zur gesamten Gestaltung komplett neuen Innenraum. Viele Technologien des Automobilzulieferers passten für die Art Fahrzeug, und so wurde der innen neu gestaltete S-Type drei Tage vor Weihnachten in ein Tor des königlichen Jaguar-Händlers in London geschoben und Martin Mangold baute die dazugehörige Präsentation auf.

Der Ford Vorstand kam auf die Sekunde genau mit einem Aston Martin vorgefahren, begutachtete die Ideen für exakt zehn Minuten und gab die Anweisung, das Fahrzeug am übernächsten Tag dem Jaguar Design-Team in Coventry vorzustellen, was überhaupt nicht geplant war. Und so zog Martin Mangold zwei Tage später die Abdeckung vom neu gestalteten Fahrzeug, um den Entwurf einem mürrischen Jaguar-Designteam zu präsentieren. Nach ein paar Minuten wurde dann der Design-Chef dazu gerufen. 

Und nach einer weiteren halben Stunde trat er zu ihm und meinte: „Martin, it was so much more than we expected.“ Seit diesem Zeitpunkt ist der Automobilzulieferer ein wichtiger Lieferant von Jaguar geworden und das Facelift des Jaguar S-Type wies ein Jahr später viele Designelemente der Konzeptstudie auf, die Martin Mangold mit seinem Team erarbeitet hat.      

 

Mit freundlicher Unterstützung von Martin Mangold, Geschäftsführer CarZins GmbH

 

 

 

Sämtliches Bildmaterial © Martin Mangold 2020.

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