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Deutscher Oldtimer Club im Experten-Gespräch 

Der Deutsche Oldtimer Club im exklusiven Expertengespräch zu aktuellen Entwicklungen im Markt für klassische Fahrzeuge

Die Corona Pandemie hat bei vielen Menschen Unsicherheit hervorgerufen. Auch im Markt für klassische Fahrzeuge ist dies zu spüren. Immer häufiger wenden sich Old- und Youngtimerfans an den Deutschen Oldtimer Club, um zu erfahren, ob es signifikante Veränderungen bei den Fahrzeugwerten gibt oder ob die Versorgung mit relevanten Services rund um ihr Fahrzeug dauerhaft gewährleistet ist.

Diesen Fragen geht der Deutsche Oldtimer Club in Gesprächen mit Experten aus der Branche auf den Grund. Hierbei wird der Markt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Als neutrale und unabhängige Sachverständigenorganisation ist Classic Data insbesondere bei der Begutachtung von Fahrzeugen immer mit einem Ohr direkt am Markt. Im Bereich der Finanzdienstleistungen müssen sich Comco Leasing und der Spezialversicherer OCC stets mit aktuellen Fahrzeugwerten auseinandersetzen. Den aktuellen Handel hat Classic Trader deutschlandweit und auch international genau im Blick. Beim Crowd Funding Spezialisten CarZins dreht sich alles um die Investition in klassische Fahrzeuge.

Der Shutdown und seine Folgen

Einige Wochen mussten die Besitzer von Old- und Youngtimern mit kompletten Schließungen von Handels- und Werkstattbetrieben zurechtkommen. Veranstaltungen, wie z.B. Clubtreffen, Rallyes und sogar bedeutende Messen fielen den behördlichen Verordnungen zum Opfer. Erst langsam beginnen nun die Service- und Handelsbetriebe wieder mit dem Geschäft. Anders verhielt es sich bei den Dienstleistern, die ihre Services auch während des Shutdowns online anbieten konnten.

So schien auf den ersten Blick in den vergangenen Wochen tatsächlich den Fans klassischer Fahrzeuge die Lust auf den Oldtimerkauf vergangen zu sein. Wenn man sich allerdings einmal genauer umschaut, so sieht man durchaus auch Beispiele einiger renommierter, international agierender Auktionshäuser, die kurzerhand die Präsenzveranstaltung in eine Online-Auktion verwandelt haben. Der Erfolg dieser Auktionen war durchaus respektabel.

Wir sprachen mit Martin Stromberg, Geschäftsführer von Classic Data über die Auswirkungen auf sein Geschäft. Dabei ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild. „Die Auswirkungen der Maßnahmen im Zuge von COVID19 sind in den Bereichen der Oldtimerszene unterschiedlich.  Während Ersatzteilhändler und viele Reparaturbetriebe von guter bis zu gestiegener Auftragslage sprechen, sieht es besonders im Bereich der Dienstleistungen für Messe und Veranstaltungen schlecht aus“, berichtet Stromberg. Aus seiner Sicht spürt auch der private und gewerbliche Fahrzeughandel die Atmosphäre von Unsicherheit und Abwarten. „So mancher geplante Kauf oder Verkauf wird auf später verschoben. In diesem Zusammenhang ist die Nachfrage von Fahrzeugbewertungen derzeit weniger als im Vorjahr.“

Aber gerade wegen dieser Unsicherheit sieht Martin Stromberg mit seiner Mannschaft auch eine Chance für gute Fahrzeugkäufe. „Der alte Börsenspruch buy on bad news ist vielleicht auch der richtige Gedanke in dieser Zeit. Besonders Verkäufer haben jetzt mehr Zeit für Gespräche und sind für Zugeständnisse beim Preis oder Zusatzleistungen bereit.“ Einen Tipp hat der Experte für diejenigen, die ganz aktuell mit einem Fahrzeugkauf liebäugeln. „Die bundesweit vertretenen Classic Data Bewertungspartner können hierbei gute Dienste leisten. Eine erste Inaugenscheinnahme kann viel Zeit und unnötige Kilometer sparen. Jeder hat sicher einmal die schlechte Erfahrung gemacht, dass die Beschreibung in der Offerte nicht der Realität entsprach. Dabei reicht der Service unserer Partner von der Kaufberatung über Restaurationsbegleitung bis zum Wertgutachten.“

Classic Data erlangt durch die Vielzahl an durchgeführten Bewertungen ein sehr differenziertes Bild über die Wertentwicklung der Fahrzeuge. Dennoch erscheint es auch Stromberg noch zu früh für eine belastbare Aussage hierzu. „Das Jahr begann sehr optimistisch mit guten Auktionsergebnissen und gut besuchten Messen in Europa. Die Corona Krise lähmte alles. Vielleicht wird die Situation einige Entwicklungen beschleunigen. Ich denke hier an das abnehmende Interesse an Vorkriegsfahrzeugen und Autos der 50er und 60er Jahre. Andere Entwicklungen, wie die positive Wertentwicklung vieler Youngtimer, wurden ausgebremst. Erst im Herbst wird man sehen können, wie sich der Markt gesetzt hat.“    

 

Digitale Services als Chance in der Krise

Geschlossene Zulassungsstellen und das verminderte Handelsvolumen sind auch für den Spezialversicherer OCC eine echte Herausforderung. Tim Nagel, Business Developer Product & Key Accounts, sieht aber einen durchaus stabilen Markt für das Versicherungsgeschäft. „Zu Beginn des Lockdowns waren Anfragen bei uns leicht rückläufig, was sich nach Lockerung der Kontaktsperren jedoch wieder normalisiert hat. Wir führen diese Schwankung darauf zurück, dass viele Händler und Oldtimerzentren ihre Geschäfte schließen mussten und die Menschen zu Beginn der Krise mehr mit anderen Themen als Liebhaberfahrzeugen beschäftigt waren. Die Nachfrage nach Versicherungsangeboten für klassische Fahrzeuge ist jedoch nach wie vor auf einem hohen, stabilen Niveau.“ Bei Besitzumschreibungen machten einigen Kunden die geschlossenen Zulassungsstellen einen Strich durch die Rechnung. „Bedingt durch die Schließung einiger Zulassungsstellen ist der normale Frühjahrsaufschwung bei den Zulassungen nicht so stark ausgefallen. Durch die Lockerung der Kontaktregeln ist aber jetzt wieder ein leichter Anstieg bei den Anmeldungen zu verzeichnen.“

Dabei kann Nagel erkennen, dass die Qualität der Fahrzeuge beim Kauf und Verkauf eine entscheidende Rolle spielt. „Insbesondere Fahrzeuge in gutem Zustand, geringer Stückzahl, besonderer belegbarer Historie oder Originalität sind unabhängig vom Fahrzeugalter weiterhin gefragt und erzielen überdurchschnittliche Preise. Dies ist offenbar unabhängig von der aktuellen Situation. Die Nachfrage und das Interesse Seitens der Liebhaber ist - unserem Eindruck nach - weiterhin vorhanden.“ Bei OCC erkennt man aber auch die Schwierigkeiten, die sich in der aktuellen Situation für die Besitzer historischer Fahrzeuge ergeben können. „Vereinzelt wurde berichtet, dass Restaurationen gestoppt wurden und Serviceaufträge zurückgenommen wurden. OCC hat sich gut aufgestellt und Maßnahmen für Kunden entwickelt, die aufgrund fehlender Einnahmen in Liquiditätsprobleme geraten sind. Eine große Anzahl an Anfragen diesbezüglich ist bisher allerdings ausgeblieben. Aus dem Bereich von gewerblichen Vermietern für klassische Fahrzeuge und Kunden, die im Tourismus- und Gastronomiebereich beschäftigt sind, ist feststellbar, dass hier vermehrt der Wunsch geäußert wird, präventiv Versicherungskosten zu reduzieren und auch Fahrzeuge verkauft werden müssen. In Hamburg ist zu beobachten, dass vereinzelt Fahrzeuge privat zum Verkauf angeboten werden, auch unter Marktpreis.“

Jean-Pierre Gevert, Geschäftsführer bei OCC, blickt vor dem Hintergrund des Digitalisierungsprozesses des Lübecker Unternehmens zufrieden auf die Nachfrage der angebotenen Services. Denn im OCC-Online-Tarifrechner können Kunden ihre Versicherung schnell und digital, also kontaktlos abschließen. Das gleiche gilt für Makler, die ihre Kunden über die digitalen Services trotz geschlossener Büros bei OCC versichern können. Gevert sieht seinen Vertrieb gut gerüstet, um in diesen Zeiten auch remote zu arbeiten. „Für unsere Mitarbeiter im Außendienst war die Umstellung am einfachsten. Wir nutzen in der Kundenkommunikation inzwischen die gleichen Tools, die wir auch für den Kontakt mit unseren Mitarbeitern nutzen. Programme wie WhatsApp, Slack und Zoom werden zum normalen Medium und helfen in der aktuellen Lage enorm.“ Die OCC kommuniziert mittlerweile auf allen Kanälen: vom klassischen Newsletter per Mail, über Online-Webinare, Onlinemessen bis hin zu TikTok-Videos. Für Gevert sind die digitalen Möglichkeiten heute nahezu unbegrenzt. „Man kann beispielsweise über Videobotschaften auf den Punkt genau kommunizieren und für die Botschaften den richtigen Zuhörerkreis auswählen. Die Geschwindigkeit der heutigen Kommunikation mit der Passgenauigkeit in den Themen für die einzelnen Zielgruppen fasziniert OCC.“ Gleichzeitig ist das für OCC kein Grund sich auszuruhen, denn die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation will man weiter ausbauen, perfektionieren und perfekt auf diejenigen ausrichten, die am wichtigsten sind: die Kunden.

 

Wertentwicklung als Geschäftsmodell

Besonders spannend wird es beim Blick auf die Wertentwicklung von klassischen und exklusiven Fahrzeugen. Martin Mangold ist Geschäftsführer beim Crowdinvesting Spezialisten CarZins, bei dem sich private Investoren an einem professionell gemanagten Oldtimer-Pool beteiligen können. Für dieses Geschäftsmodell spielt die Wertentwicklung eine entscheidende Rolle. Gerade im Bereich der Sachwerte sieht Mangold in der Krisenzeit einen sicheren Hafen. „Die CarZins GmbH öffnete Anfang Januar dieses Jahres als weltweit erstes Unternehmen den Anlagemarkt für Beteiligungen an der Wertsteigerung von historischen Fahrzeugen. 

Die anfängliche Sogwirkung aufgrund der neuartigen, sicheren Investitionsform wurde durch die allgemeine Verunsicherung des Anlagemarktes ganz eindeutig gebremst. Finanz- wie auch Oldtimerinteressierte Personen wurden ab Mitte Februar deutlich vorsichtiger und wir verzeichneten damit eine geringere Zeichnung von Genussrechten als im Vormonat. Bereits ab Mitte März verzeichnete unser Unternehmen aber erstaunlicherweise wieder stärkeres Interesse an Unternehmensbeteiligungen. Dies führen wir vor allem auf die Tatsache zurück, dass die Finanzmärkte mit der Pandemie beweisen, wie schnell mit Geld Verluste erwirtschaftet werden können. Sachwerte wie Oldtimer hingegen bleiben hier auch in Krisenzeiten sehr viel stabiler. Eine weitere Erklärung hierfür könnte auch sein, dass die Menschen sich schon zu dieser frühen Zeit intensiver mittels Online Medien über alternative Anlageformen informiert haben.“

Auf unsere Frage, ob die aktuelle Krise einen wesentlichen Einfluss auf die langfristige Entwicklung der Fahrzeugwerte haben wird, entgegnet Mangold: „Grundsätzlich sorgen derartige Krisen in der ersten Reaktion für einen allgemeinen Preisverfall bis auf wenige, sehr gefragte Produkte; in Deutschland erstaunlicher Weise Toilettenpapier. Denkt man das Szenario aber weiter, so bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Menschen sich absichern wollen, weil die Zukunft gerade jetzt sehr ungewiss scheint. Der Verkauf von Elektrofahrzeugen ist dramatisch eingebrochen, die bis vor kurzem hitzig geführte Klimadebatte ist von heute auf morgen nicht mehr existent. Und was bleibt? Dinge, an denen man sich emotional und funktional festhalten kann, die auch morgen noch funktionieren und nicht nur mit ausgefeilten Technologien am Laufen zu halten sind. Insofern sehen wir für den Oldtimermarkt sowohl als Sammler- wie auch als Anlageobjekt sehr positive Signale für die Zukunft. Akzeptanz und Wert der Fahrzeuge werden weiter steigen.“

In unserem Gespräch lässt sich Martin Mangold auch ein wenig in seine Karten blicken. Für CarZins ergeben sich aktuell durchaus Gelegenheiten zum Zukauf. „Ein Großteil der Bevölkerung reagiert in Krisenzeiten übereilt und wenig strategisch. Übersetzt auf den Oldtimermarkt bedeutet dies, dass einige Oldtimerbesitzer ihre Fahrzeuge veräußern. Allerdings sehr viel weniger als Besitzer von Neufahrzeugen. Der Markt junger Gebrauchter ist momentan geflutet von Angeboten, so dass die Preise für ein gebrauchtes Fahrzeug stark gefallen sind. Oldtimer verzeichnen einen sehr viel geringeren Ausverkauf, aber auch hier macht sich die Krise bemerkbar. Insofern ist die momentane Strategie der CarZins GmbH eindeutig auf Investition ausgelegt. Wir vergrößern derzeit systematisch unseren Fahrzeugpool in den drei Kategorien niedrig-, mittel- und hochpreisige Fahrzeuge.“

 

Der Online-Handel kann profitieren

Nach der Schließung von Handelsbetrieben und dem Ausfall von wichtigen Messen, mussten sich die Käufer und Verkäufer neue Wege suchen, um das richtige Fahrzeug oder den passenden Interessenten zu finden. Dabei standen Online-Plattformen zunehmend im Fokus. Wir konnten mit Christian Plagemann, Geschäftsführer von Classic Trader, zu der Entwicklung im Handel sprechen. Plagemann verschafft uns dabei einen Überblick, der auch über die deutschen Grenzen hinausgeht.  „Tatsächlich ist das Bild sehr divers und von Land zu Land sehr unterschiedlich. Als Europas größter Marktplatz für Old- und Youngtimer befinden wir uns in einem sehr engen Austausch mit privaten und gewerblichen Verkäufern aus der ganzen Welt und so ist die Situation in Italien und Spanien natürlich drastisch anders als in anderen europäischen Ländern. Allgemein kann jedoch konstatiert werden, dass der Markt nach einer ersten Schockstarre sukzessive wieder Fahrt aufnimmt - so beobachten wir seit kurzem sogar einen rasanten Anstieg von mehr als 20% week over week in unseren Traffic- und Aktivitätsmetriken.“ 

Plagemann hat dabei einen guten Rat für alle, die vielleicht zum ersten Mal auf einem Online-Marktplatz ihr Fahrzeug anbieten. „Eine gute und detaillierte Präsentation des Fahrzeuges ist in diesen Zeiten umso wichtiger, denn nur wer alle Fragen bereits auf dem digitalen Vertriebskanal beantworten kann, der verkauft auch digital. Viele unserer Händlerkunden nutzen deshalb die aktuelle Situation um an diesen Stellen nachzubessern und sich gemeinsam mit uns digitaler und vor allem internationaler aufzustellen.“

Auch für Classic Trader werden die Preise im Oldtimermarkt im Wesentlichen durch die Qualität der Fahrzeuge beeinflusst. Plagemann erkennt bei den Privatverkäufern aktuell noch etwas Zurückhaltung und Unsicherheit, insbesondere was die Preisgestaltung angeht. Diese sei jedoch unbegründet. „Hier sehen wir trotz oder vielleicht sogar gerade auf Grund der bereits vollzogenen Preiskorrekturen der Jahre 2018 & 2019 kaum Grund zur Sorge - so werden top Fahrzeuge auch weiterhin gute bis sehr gute Preise erzielen. Dennoch wird vor allem der Faktor Zeit und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Konsequenzen ausschlaggebend für die Wiederbelebungsgeschwindigkeit des Marktes sein. Ähnlich wie Uhren, Immobilien und Gold, haben sich Sammlerfahrzeuge in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich als relativ krisensichere Realwerte etabliert.“

Christian Plagemann sieht auch international ein weiterhin starkes Angebot der Händler auf seinem Marktplatz. „Insbesondere auch auf Grund einer sehr breit aufgestellten Unterstützungsmaßnahme für den Handel, haben wir es aktuell mit einer gleichbleibenden bis wachsenden Anzahl von Händlerangeboten zu tun. Gleichzeitig können wir auf Grund der aktuellen Beschränkungen im öffentlichen Leben unsere Vertriebsaktivitäten nicht in der geplanten Form entfalten, so dass wir den daraus resultierenden Effekt erst in ein paar Monaten sehen werden.“ Im Privatkundengeschäft konnte Classic Trader aber bereits im Februar die Verunsicherung, sowie die damit verbundene Zurückhaltung in Bezug auf das Anzeigengeschäft beobachten. „Die Situation ist seitdem zwar nicht drastisch schlechter geworden, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass wir uns aktuell in der Frühjahrs-Hochsaison befinden und eigentlich deutlich mehr Privatkundenanzeigen im Netz sehen müssten“, erläutert Plagemann.

In unserem Gespräch hat sich Plagemann davon überzeugt gezeigt, dass der Online-Handel gegenüber dem stationären Handel durch die aktuelle Situation stärker genutzt wird. „Wir verzeichnen nicht nur wachsende Zugriffszahlen auf unserer Website, sondern ebenfalls in unseren Social Media Kanälen. Gerade da ein persönliches Treffen für eine Probefahrt aktuell nur begrenzt umsetzbar ist, wird die digitale Präsentation umso wichtiger. Wir versuchen unsere Kunden dahingehend bestmöglich zu unterstützen und stehen aktuell mehr denn je als Partner und Berater für die digitale Vermarktung zur Verfügung. Eine detaillierte Beschreibung des Fahrzeuges, gute hochauflösende Motive oder gar Fahrzeugvideos gehören in diesem Kontext ebenso zu einer guten Präsentation, wie die Übersetzung der Anzeige in eine oder mehrere andere Sprachen.“

 

Liquidität und Spaß am Oldtimer sind auch heute kein Widerspruch

Leasing ist in den Zeiten mangelnder Liquidität ein probates Mittel, um sich den Traum vom Oldtimer leisten zu können. Aber auch für Geschäftswagen ist das Oldtimerleasing immer attraktiver geworden. Marcus Keller ist Leiter Geschäftsbereich Classic Cars bei COMCO Autoleasing, die das Leasing sogar für Fahrzeuge anbieten, die bereits im Besitz der Fahrer sind. Er schildert uns, dass für COMCO gerade eine besonders positive Entwicklung im Markt einsetzt. „Ja, wir spüren das deutlich. Allerdings im positiven Sinn: Die Zahl der Anfragen hat sich nicht wesentlich erhöht, aber die nachgefragten Fahrzeuge sind schlagartig hochwertiger geworden. Dazu kommen einige Verträge, bei denen wir kurzfristige Liquidität für relativ hohe Summen geschaffen haben. Alles in allem profitieren wir von der aktuellen Lage. Lieber wäre uns allerdings ein ganz normaler Frühling, der bei diesem Traumwetter wohl einen grandiosen Saisonstart ermöglicht hätte.“

Die Liquidität ist für Marcus Keller allerdings nicht der alleinige Grund für eine gestiegene Nachfrage für sein Leasingangebot. „In der Tat gibt es Kunden, die jetzt lieber ihre Liquidität schonen und daher bei Anschaffungen Leasing oder Finanzierung in Anspruch nehmen. Andere fürchten, dass ihr Geld tendenziell an Wert verliert. Deshalb investieren sie ihre vorhandene Liquidität als Anzahlung und nutzen diesen Hebel zur Anschaffung von Sachwerten. Und einige sind in Branchen tätig, die von Covid-19 nicht beeinträchtigt oder sogar begünstigt sind und entsprechend das steuerliche Potential von Oldtimerleasing umso attraktiver finden“, berichtet Keller.

Für einen Leasinggeber spielen die (Rest-)Werte der Fahrzeuge eine entscheidende Rolle. Keller bestätigt die Einschätzung der anderen Experten. Für ihn ist derzeit noch nicht final zu beantworten, wo die Reise hingeht. Aber auch er erwartet grundsätzlich Stabilität im Oldtimersegment. „Das ist derzeit noch nicht zu beantworten, wie sich die Restwerte entwickeln. Es ist für unser Geschäft aber auch gar nicht so relevant, weil wir unsere Restwertspielräume nie so ausnutzen wie es beispielsweise bei Neufahrzeugen geschieht. Vergleicht man die Situation mit der Finanzkrise in 2008, dann erwarten wir eher, dass die Werte stabil bleiben oder sogar steigen. Die Feinstaub- und Klimadebatte des letzten Jahres war hier tatsächlich schädlicher.“

 

Fazit – Mit digitalen Services die Krise meistern

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Pandemie schwere Schäden in der wirtschaftlichen Landschaft hinterlassen hat und in den nächsten Monaten werden die Auswirkungen in manchen Branchen vielleicht auch noch schwerer ausfallen.

Die Leidenschaft für klassische Fahrzeuge bleibt aber ungebrochen. Die Community ist aktiv und der Handel nimmt wieder Fahrt auf. Es wird entscheidend sein, wie schnell und in welchem Umfang auch die Veranstaltungen wieder durchgeführt werden können. Denn bei den vielen Rallyes, bei den Messen und bei den Clubtreffen schlägt das Herz der Fans. Umso schöner ist es zu beobachten, dass sich viele Dienstleister und Händler so schnell auf die Situation eingestellt haben und die Community mit ihren digitalen Services vollumfänglich versorgen.

So lässt sich nun doch die digitale Welt mit der analogen Welt der Old- und Youngtimer sinnvoll zusammenbringen. Digitale Services und Veranstaltungsformate werden daher auch im Klassikersegment in Zukunft ihren berechtigten Platz einnehmen.

 

Der Deutsche Oldtimer Club bedankt sich für die umfassende Unterstützung während dieser Marktbeobachtung bei:

Martin Stromberg, Geschäftsführer  
Classic Data Marktbeobachtung GmbH & Co. KG, Bochum

www.classic-data.de

Christian Plagemann, Geschäftsführer  
Classic Trader GmbH, Berlin

www.classic-trader.com

Martin Mangold, Geschäftsführer  
CarZins GmbH, Düsseldorf

www.carzins.de

Jean-Pierre Gevert, Geschäftsführer  
Tim Nagel, Business Developer Product & Key Accounts 
OCC Assekuradeur GmbH, Lübeck

www.occ.eu

Marcus Keller, Leiter Geschäftsbereich Classic Cars 
COMCO Autoleasing GmbH & Co. KG, Düsseldorf

www.comco-classic-cars.de

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